Oetinger Filmrechte

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Titeldetails

Das Leben der Tomanis

Stoffrecht

von Christine Nöstlinger

Die Meiertöchter sind sehr brave Kinder. In der Schule sind sie fleißig, zu Hause trocknen sie das Geschirr ab, und in ihrer Freizeit häkeln sie Topflappen oder stricken Socken. Weil sie so brav sind, bringt ihnen der Meiervater immer etwas mit. Eines Tages schenkt er seinen Töchtern ein dickes Buch: „Das Leben der Tomanis“ steht auf dem Einband. Und die Meiertöchter fangen gleich gehorsam an zu lesen. Es gefällt ihnen sehr, darum lesen sie ständig im Tomani-Buch. So lange, bis sie sich innerlich und äußerlich verändern. Die Meiertöchter sind zu Tomani-Kindern geworden! Jetzt sind sie nicht mehr so brav und adrett, sondern laut, frech – und vor allem ganz blau. Die Leute im Dorf hänseln und beschimpfen sie, und die Meiereltern sind verzweifelt. Was können sie nur tun? Es bleibt nur eine Möglichkeit: Also kocht Mutter Meier eine große Kanne Kaffee, und Vater Meier holt das Buch. Und dann lesen die Eltern die ganze Nacht.

Eltern, die sich ihren Kindern zuliebe verwandeln und das bürgerliche Leben hinter sich lassen: So radikal und anarchisch konnte nur Christine Nöstlinger für Kinder schreiben – und das schon 1976! Ein Glücksfund aus dem Archiv und die ideale Vorlage für ein heutiges Spiel mit sozialen Rollen und Zwängen!

Das Leben der Tomanis

Zeit und Ort: Zur individuellen Dramatisierung


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