Richard III.
Ein Marathon für Furchtlose
Richard III. – Das war doch der Bucklige, der die Kinder umgebracht hat? Ja, der ist so ein richtig schlimmes, böses Monster! Solche Geschichten üben eine zeitlose und makabre Faszination auf uns aus. Mit Freude an der Boshaftigkeit sehen wir in diesem Stück Richard dabei zu, wie er auf seinem Weg zur englischen Krone über familiäre Leichen geht. In der Bearbeitung von Helena Scheuba wird das Bild vom Monster jedoch Stück für Stück demontiert. Sie legt die verschiedenen Facetten des Charakters frei. Wie wird man zu einem Monster? Steckt das Potential dazu in uns allen? Und kann man vielleicht Verständnis und sogar Mitleid für ein Monster aufbringen? Sind Monster am Ende gar einfach nur Menschen wie wir alle? Richards Machtstrategien erscheinen logisch und nachvollziehbar, sie sind sogar faszinierend. Die Dialoge der jungen Dramatikerin legen Richards Motive für die Morde offen auf den Tisch, lassen sie unsinnig aussehen und das mit viel Witz und Ehrlichkeit.
In diesem Stück finden die großen Szenen nicht auf dem blutdurchtränkten Schlachtfeld statt, sondern auf den Brettern einer kleinen Bühne und in schnellen Dialogen, die die berühmten Figuren lebendig machen. Helena Scheuba bringt den Stoff einem jungen wie älteren Publikum näher, sie schreibt lustig, berührend und absurd. Das Stück bleibt dabei wie bei Shakespeare eine (wahre) Geschichte über Angst, Machtgier, Aberglaube und Träume.
"Der hat Witz, der hat Charisma, man hat einen Mordsspaß mit dem Monster." (Mottinger)
Dieses Stück kann mit vier oder mit vielen Akteuren gespielt werden; es eignet sich damit auch ideal fürs Schultheater.
Für Deutschland in Vertretung des Schultz & Schirm Verlags
Bearbeitung: Helena Scheuba
Besetzung: 4 Darsteller/innen, z.B., 2 D - 2 H, 17 Rollen
max. Rollenzahl: 17
Alter: empfohlen ab 16
Für junge Akteure ab: 16
Uraufführung: 2017 Bronski & Grünberg Theater, Wien